Ninamarie - Feuer in der Nachbarschaft

Tonträger

Tracklist

1. Das Hochzeitsgeschenk
2. Leichen Zu Cocktails
3. Süssafrika
4. Der Ortsoberste
5. 33 Runden
6. Der Fucking Kommandeur

Medien

Beschreibung



Seit 2005 machen Thomas (Beatsteaks) und Marten (Turbostaat) zusammen Musik, ihr Projekt heißt Ninamarie.
"Feuer in der Nachbarschaft" erschien 2013 und ist seit rund sechs Jahren nicht mehr erhältlich. Die 12" wird jetzt in kleiner Auflage als 180gr. LP mit Posterbeilage nachgepresst.
„Das Hochzeitsgeschenk“ und die „Leichen zu Cocktails“ zählen zu den etwas älteren Schätzchen – „Ein toller Abend!“, erinnert sich Marten und Ja!, Überleben kann so gut und eindringlich klingen, dass man gerne durchhalten möchte. Gleich darauf landen wir in „Süßafrika“, einem instrumentalen Ausflug und irgendwann mal eine eher düstere Nummer. Doch dann kam Thomas‘ Flötenlehrer Mila Morgenstern gutgelaunt mit seiner Querflöte ins Spiel und aus Doom wurde schwuppdiwupp Ethnorock. Mila, über jeden musikalischen Zweifel erhaben, möge uns verzeihen: Querflöte auf Punkrock-Label hat uns einige Überwindung gekostet. Doch Ninamaries souveränes „Ein Muss“ erlaubte kein Zaudern. Streifen wir schließlich noch fast pixieesk Erdrock mit Synthesizer, denn „Der Ortsoberste“ treibt uns regelrecht vor sich her, schneller und schneller, bis wir in „33 Runden“ noch rasch zu Atem kommen. Masha Qrella sei Dank, so charmant wie sie den jungen Mann mit ihrem Gesang über all die Runden begleitet. Wir fühlen uns aufs Beste an Velvet Underground erinnert. Das Schlagzeug haben Marten und Thomas übrigens vierhändig ohne Fußmaschine gespielt.
Und am Ende bleibt uns die Luft weg. Einfach Atemstillstand. „Der Fucking Kommandeur“ schnürt uns die Kehle zu; Marten selbst nennt es „ein wackeliges Stück Musik, quasi ein Seemannslied“. Doch genau diese geradlinige Aufrichtigkeit im
unversöhnlich sein mit denen, die an früheren Konsens appellieren, wo immer schon nur Dissens war, macht dieses Stück so beklemmend und alles andere als wackelig. Da geben sich Ninamarie in der Mitte des Songs fünf Minuten Zeit, die ganz stoisch und lakonisch die Kälte ausstrahlen, in der uns menschenverachtende Menschen zurücklassen. – Finale mutig. Moll-Dur-Sprung. Tusch. Ende.